• Sicherheitsparcours

    halbtägige oder eintägige Variante

Welche gesetzlichen Vorgaben für Arbeitgeber im Bereich Weiterbildung von Mitarbeitern bestehen wird in einem Fachartikel auf unserer Website aufgegliedert und erklärt. https://www.komp-zentrum.ch/wiederholungspflicht/ 

Wiederholungspflicht

Unter den oben beschriebenen Voraussetzungen ist es naheliegend davon auszugehen, dass die Mitarbeitenden eines Betriebes eine einst absolvierte Ausbildung einfach nach einem definierten Zeitraum erneut besuchen. Und die Wiederholung eines Grundkurses stellt auch vermeintlich sicher, dass Vergessenes wieder gelernt wird. Doch dieser Lösungsansatz kann auch Nachteile bergen: 

  • Zeitaufwand/Kosten Bei Mitarbeitenden mit Befähigungen in mehreren Ausbildungsbereichen (Stapler, Hubarbeitsbühne, Krane) muss jeder Grundkurs regelmässig wiederholt werden. 
  • Alles auf einmal Die Mitarbeiter setzen sich unter Umständen über mehrere Jahre nicht mehr mit einer Thematik auseinander und müssen dann an einem Tag das gesamte Wissen aus einem Bereich in kurzer Zeit aneignen. 
  • Wiederholung Nur weil man davon ausgehen muss, dass allenfalls relevante Inhalte vergessen gehen, heisst das nicht, dass die Teilnehmenden nichts mehr wissen. Wenn die Teilnehmenden über einen grösseren Zeitraum den Eindruck haben, dass Inhalte nur stumpf wiederholt werden, verliert die Ausbildung an Qualität, Attraktivität und Akzeptanz. 

Der Sicherheitsparcours

 Das Wissen und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden soll nicht schwallartig mit ein- oder mehrtägigen Wiederholungskursen zu einem Thema aufgefrischt werden. Vielmehr sollen kleinere Inputs zu einzelnen Themen erfolgen. An einem Tag wird also nicht das gesamte Wissen zu einem Ausbildungsbereich (Bsp. Grundkurs Hubarbeitsbühne) repetiert, sondern es wird nur ein ausgewähltes Thema aus diesem Bereich behandelt. 

Dieses Thema (Bsp. Notabsenkung bei Hubarbeitsbühnen) wird im Idealfall aufgrund von Erfahrungen/Erkenntnissen aus dem Betrieb oder der Weiterentwicklung vom Stand der Technik ausgewählt. Vier bis sechs dieser «Posten» werden in Gruppen à 6 TN an einem Sicherheitsparcours absolviert. 

  • Aktualität und Relevanz Es werden genau diese Themen behandelt, die für eine Firma oder eine grössere Zielgruppe besonders aktuell oder relevant sind. 
  • Abwechslung An einem Halb-/Tag werden verschieden Themen behandelt. Das sorgt für Abwechslung und macht die Teilnahme auch für Personen interessant, die vielleicht in einem Bereich keine Grundausbildung absolviert haben. Das Verständnis für die Arbeit des Anderen wird gefördert. 
  • Arbeitssicherheit als zentrales Thema Die jährliche Veranstaltungen zeigen zum einen wie wichtig Arbeitssicherheit ist und wie selbstverständlich es für einen Arbeitgeber ist, sich regelmässig damit auseinander zu setzen. 

Aufbau

Für die Durchführung des Sicherheitsparcours stehen eine halbtägige oder eine eintägige Variante zur Auswahl.

Variante AVaritane BVariante C
Dauer:Halbtagganzer Tagganzer Tag
Inhalte:4 Themen
1 Thema wird auf Wunsch des Kunden neu erarbeitet
6 Themen
1 Thema wird auf Wunsch des Kunden neu erarbeitet
Nach Kundenwunsch
Ausbildner:1 Ausbildner pro Posten1 Ausbildner pro Posten1 Ausbildner pro Posten
Anzahl TN:max. 12max. 18individuell
Gruppengrösse:6 Teilnehmer6 Teilnehmer± 6 Teilnehmer
Kosten:CHF 3’840CHF 5’760auf Anfrage

Themen/ Posten

Der Aufbau der einzelnen Posten orientiert sich an einem Standard und ermöglich es so die Themen frei zusammenzustellen und gegeneinander auszutauschen. In der Regel erfolgt als Einstieg ein Theorieinput. Nach einem kurzen Lerntransfer in die Praxis, wird das erworbene Wissen in praktischen Aufgaben angewendet und vertieft. 

Die Teilnehmenden bewegen sich in Gruppen à 6 Personen, sie bewegen sich in einer festgelegten Reihenfolge von Posten zu Posten. Jeder dieser Posten wird jeweils von einem Ausbildner betreut. 

Übersicht anhand eines Beispiels:

Sicherheitsparcours Themensammlung 

Wir haben für Sie bereits zahlreiche Möglichkeiten/Themen zusammengetragen. Gerne können Sie uns aber Wunschthemen mitteilen und wir erarbeiten für Sie den Inhalt für den Posten.

Stapler

a) Input Hebelgesetz 

b) Herstellervorgaben 

c) Aufgaben 

a) Input Maschinenrichtlinie 

b) Herstellervorgaben 

c) Gabelverlängerung, Bigbag-Traverse 

a) Input dynamische Kräfte 

b) Tagessieger 

a) Escaperoom-Setting 

b) 6 Aufgaben 

c) Tages-Siegergruppe 

a) Input Physik 

b) Versuchsdurchführung 

c) Ladungssicherungsaufgaben 

Hubarbeitsbühnen

a) Verschiedene Bauarten 

b) Gesetzliche Vorgaben 

c) Richtige Anwendung 

a) Was bedeutet «gemäss den Angaben des Herstellers» für die Praxis? 

b) Praxisinput zum Ablauf 

c) Tipps für die Umsetzung in der Praxis 

a) Input zur Dokumentationspflicht 

b) Angaben in Betriebsanleitungen Standard vs. herstellerspezifisch 

c) Tipps für die Umsetzung in der Praxis 

a) Theorieinput 

b) Praxisbeispiele 

c) Arbeitsvorlage KompZen 

a) Theorieinput 

b) Praxisbeispiele 

c) Arbeitsvorlage KompZen 

a) Abstützung richtig konzipieren 

b) Bodentragfähigkeit und maximale Stützkraft 

c) Anwendung der KompZen-Praxishilfe 

a) Theorieinput 

b) Notabsenkung 

c) Rettung einer hilflosen Person aus dem Korb 

PSA gegen Absturz 

a) Theorieinput 

b) Varianten und Material 

c) Aufbau 

gefolgt von

a) Theorieinput 

b) Varianten und Material 

c) Aufbau 

a) Bauarten 

b) Vor- und Nachteile 

c) Einsatzmöglichkeiten in der Praxis 

a) Prüfpunkte 

b) Ablauf 

c) Tipps für die Umsetzung in der Praxis 

a) Übersicht «Stand der Technik» 

b) Varianten 

c) Tipps für die Umsetzung in der Praxis 

a) Input Theorie 

b) Hängetraume 

c) Realitätsnahes Szenario 

a) Die 3 Stufen 

b) Vor- und Nachteile 

c) Praxisanwendung 

a) Input Stand der Technik 

b) Varianten 

c) Tipps für die Umsetzung in der Praxis 

a) Input «Stand der Technik» 

b) Bauformen und Materialübersicht 

c) Anschlagtechniken und Möglichkeiten 

Anschlagmittel und Anschlagtechnik 

a) kraftschlüssig vs. formschlüssig 

b) Input Stand der Technik 

c) Inbetriebnahme und Anwendung 

a) Input Physik 

b) Auswirkungen des Neigungswinkels am Praxismodell 

c) Praxisanwendung 

a) Theorieinput 

b) Herstellervorgaben 

c) Checkliste erarbeiten 

a) Theorieinput aus den EN 

b) Tragfähigkeitsberechnung 

c) Lastpositionierung 

a) Anwendung der Tragfähigkeitstabelle 

b) tragende Stränge bestimmen 

c) Produkte für Lasten bestimmen 

Nothilfe 

a) BLS 

b) Wiederbelebungsalgorithmus nach SRC 

c) Eigenschutz 

(Dauer nach Kursrichtlinie: Basic Provider = 1h; Generic Provider = 3 h) 

a) Material in der Notfallapotheke 

b) Anwendung 

c) Tipps für die Praxis 

a) Alarmierung 

b) Stromunfall 

c) Verkehrsunfall 

a) Alarmierung 

b) Verbrennung 

c) Schnittwunden 

a) Alarmierung 

b) Herzkreislauf-Stillstand 

c) Sturzunfall 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 

a) Theorieinput 

b) Lärmmessung in der Praxis 

c) PSA-Produkte 

a) Theorieinput 

b) Stolperfallen im Betrieb identifizieren 

c) Auswertung und Verbesserungsmöglichkeiten 

a) Input Stand der Technik 

b) Auswirkungen auf die Gesundheit 

c) Asbest erkennen und richtig reagieren 

a) Input Physiologie 

b) Hilfsmittel 

c) Richtig tragen 

a) Theorieinput 

b) Verschiedene Modelle von Sicherheitsbrillen vorstellen 

c) Augenverletzungen und deren Folgen (Praxisteil mit manipulierten Brillen) 

a) Theorieinput 

b) Gesetzliche Grundlagen 

c) Arbeiten mit der Checkliste (Leitern benutzen/prüfen) 

a) Theorieinput 

b) Gesetzliche Grundlagen 

c) Praxisexperiment mit fallenden Gegenständen 

a) Theorieinput 

b) Kategorien von Handschutz und Hautschutz 

c) Praxisexperiment Hautschutz mit Lösungsmittel 

a) Psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz 

b) Gesetzliche Grundlage 

c) Checkliste – was stresst? 

Weitere Themen 

a) Spielregeln 

b) Kommunikation unter Zeitdruck „Bombenentschärfung“ 

c) Debriefing 

a) Input Sender-Empfänger 

b) Dos and don’ts 

c) Übungen